Bei der Büroeinrichtung auch ans WLAN denken

13. Juni 2012

Ohne eine gute WLAN-Verbindung geht fast gar nichts

Die Erstellung eines drahtlosen Netzwerkes (WLAN – Wireless Local Area Network) gehört in den meisten Büros zum Standard. Daher ist es wichtig, bei der Einrichtung eines Büros auch an eine gute WLAN-Infrastruktur zu denken. In kleinen Büros, die nur aus einem einzigen Raum bestehen, in dem sich auch ein Telefonanschluss befindet, ist dies kein Problem, da hier bereits ein einfacher WLAN-Router für einen guten Empfang sorgt. Wenn das Büro jedoch aus mehreren Räumen besteht oder sich der Telefonanschluss in einem anderen Raum befindet, kann dies zu Problemen führen. Da die Signalübertragung durch eine Wand zu einer deutlichen Verminderung der Signalstärke führt, ist der Empfang in diesem Fall oftmals stark eingeschränkt. Wenn große Büromöbel zwischen Sender und Empfänger stehen, kann dies sogar den Empfang völlig zum Erliegen bringen. Daher ist es wichtig, insbesondere bei größeren Büros das WLAN sorgfältig zu planen, um immer für einen guten Empfang zu sorgen.

Die Reichweite des Routers

Um ein WLAN einzurichten, ist ein WLAN-Router notwendig. Dieser verfügt über einen Sender, der die Daten per Funk übermittelt. Doch hat jeder Router eine begrenzte Reichweite. Unterschiede ergeben sich unter anderem aus dem verwendeten Übertragungs-Standard. Ein N-Router ermöglicht nicht nur eine höhere Geschwindigkeit, sondern auch eine bessere Reichweite als der G-Router, der dessen Vorläufermodell ist. Doch auch bei Routern mit gleicher Übertragungstechnik können noch Unterschiede in der Signalstärke bestehen. Während die Reichweite im Freien bei fast allen Routern recht groß ist, wird sie innerhalb von geschlossenen Gebäuden stark eingeschränkt, da die Wände die Übertragung behindern. Wenn das WLAN für ein Büro benötigt wird, ist es daher notwendig, zunächst zu prüfen, wo der Router aufgestellt werden kann. Da dieser in erster Linie für den Anschluss an das Internet sorgt, muss er in der Nähe des Modems aufgestellt werden, welches wiederum in unmittelbarer Nähe des Telefonanschlusses stehen muss. In vielen Fällen sind Modem und Router auch in ein einziges Gerät integriert. Wenn das Büro nur einen einzigen Raum umfasst, in dem auch der Telefonanschluss steht, ist bereits ein Router mit geringer Reichweite ausreichend. Wenn jedoch das Büro aus mehreren Räumen besteht oder der Telefonanschluss sich in einem anderen Raum befindet, sollte man genau darauf achten, dass der Router auch die notwendige Reichweite aufweist.

WLAN im Büro: Hier darf nicht gesparrt werden

Eine funktionierende WLAN-Verbindung ist unumgänglich für jedes Büro

Wenn die Reichweite nicht ausreicht

In vielen Fällen wurde eine Ausrüstung gekauft und kurz darauf stellt sich heraus, dass die Reichweite des Routers nicht ausreicht. Dies liegt daran, dass sich die Angaben zur Reichweite immer auf einen Raum ohne Hindernisse beziehen. Wenn sich jedoch Wände zwischen Sender und Empfänger befinden, verkürzt dies die Reichweite erheblich. Da es schwer ist, in solchen Fällen konkrete Angaben zur Reichweite zu machen, hilft es in vielen Fällen nur, den Router zu kaufen und auszuprobieren, ob die Reichweite ausreicht. Wenn sich herausstellt, dass der Empfang nur unzureichend ist, werden entsprechende Maßnahmen notwendig. Eine Möglichkeit besteht darin, einen WLAN-Repeater zu kaufen. Dieses Gerät nimmt das Signal des Routers auf und verstärkt es. Jedoch kann in vielen Fällen eine ganz einfache und kostengünstige Lösung das Problem beheben. Ein Router strahlt das Signal immer in alle Richtungen aus. Jedoch befinden sich die Geräte, die das Signal empfangen, in vielen Fällen vom Standort des Routers aus gesehen in der gleichen Richtung. Daher geht ein beträchtlicher Teil der Signalstärke ungenutzt verloren, da sich in der Gegenrichtung kein Empfänger befindet. Mit etwas Papier und Aluminiumfolie kann man jedoch innerhalb weniger Minuten einen Reflektor bauen, der das Signal in die gewünschte Richtung lenkt und so deutlich verstärkt. Eine Bauanleitung hierfür finden Sie unter chip.de/downloads/WLAN-Verstaerker-zum-Selberbauen_35747900.html. In vielen Fällen kann dieses äußerst einfache Mittel die Probleme mit dem Empfang stark verbessern.

Verwendung mehrerer Router

In vielen Fällen bringt jedoch die Verwendung des WLAN-Repeaters oder einer Richtantenne keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Insbesondere wenn das Büro mehrere Räume umfasst, ist es mit diesen Hilfsmitteln schwer, für einen guten Empfang in allen Räumen zu sorgen. In diesen Fällen hilft oftmals nur noch die Verwendung mehrerer Router, die über ein Kabel miteinander verbunden werden. Dabei muss erklärt werden, dass die Verbindung mit einem Kabel immer ein deutlich besseres Ergebnis liefert als eine drahtlose Verbindung. Der Verlust der Signalstärke ist selbst bei weiten Entfernungen nur minimal. Auch ist die Anfälligkeit gegenüber Fehlern und Störungen bei einem Kabel deutlich geringer, da das Kabel deutlich besser gegenüber Umwelteinflüssen abgeschirmt ist. Für die Einrichtung eines Firmennetzwerks werden in der Regel Ethernet-Kabel verwendet. Früher wurde jeder einzelne Rechner an das Ethernet-Kabel angeschlossen, heutzutage ist es jedoch in vielen Fällen sinnvoll, eine Kombination aus Ethernet und WLAN zu wählen.

Dazu ist es notwendig, verschiedene Zonen in einem Büro zu definieren. Jede Zone darf maximal so groß wie die Reichweite eines Routers sein, um einen schlechten Empfang zu vermeiden. Außerdem ist es wichtig, einen geeigneten Standort für den Router zu wählen, damit er möglichst im Zentrum der Zone steht und so alle Geräte gut versorgen kann. Für einen idealen Empfang ist es sinnvoll, in jedem Raum einen eigenen Router anzubringen. Die Router werden bei dieser Vorgehensweise nun mit einem Ethernet-Kabel mit einem anderen Router oder dem Modem verbunden, bis alle Router über eine verkabelte Verbindung an das Internet verfügen. Da nur relativ wenige Geräte verkabelt werden müssen und die übrigen Endgeräte über die jeweiligen drahtlosen Netzwerke eingebunden werden, hält sich der Aufwand bei der Installation und die Menge der Kabel in Grenzen. Da Ethernet nur mit einer sehr geringen Spannung arbeitet, sind auch keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Wenn man das Büro nur gemietet hat, muss jedoch der Vermieter sein Einverständnis geben, um die notwendigen Löcher in die Wand zu bohren, die für die Verkabelung notwendig sind. Eine weitere Möglichkeit ist die Einrichtung von DLAN. Hierbei werden die Stromleitungen für die Datenübertragung genutzt. Dies bringt den Vorteil, dass keine aufwendigen Installationsmaßnahmen notwendig sind. Die Übertragung kann hier höher als beim WLAN sein, aber ist in der Regel niedriger als bei Ethernet-Kabeln. Bei der Entscheidung für ein verkabeltes Netzwerk ist zwar der Aufwand bei der Einrichtung deutlich höher, allerdings garantiert sie einen idealen Empfang in allen Räumen.

Mobile Lösungen für die Mitarbeiter

In manchen Fällen sind die räumlichen Entfernungen zwischen den einzelnen Mitarbeitern jedoch so groß, dass sich die Einrichtung eines großflächigen WLANs nicht lohnt. Wenn dies der Fall sein sollte, ist es sinnvoll, mobile Lösungen für die Internetanbindung in Betracht zu ziehen. Seit der Einführung von LTE ist die Datenübertragungsrate für das mobile Internet so hoch, dass ein Modem für den Mobilfunk ein guter Ersatz für den DSL-Anschluss sein kann. Anstatt der Einrichtung eines weitläufigen drahtlosen Netzwerks kann es sinnvoller sein, die Mitarbeiter mit einem mobilen Surfstick auszustatten. Insbesondere wenn diese auch zu Hause Tätigkeiten für die Firma ausüben, bringt diese Variante große Vorteile. Die Verwendung eines mobilen Internetanschlusses für die Mitarbeiter kann in vielen Fällen nicht nur die Einrichtungskosten herabsetzen. Diese Methode sorgt auch immer für deutlich mehr Flexibilität, da die Mitarbeiter problemlos ihren Standort wechseln können, ohne den Empfang zu verlieren.


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