Fragen beim Bewerbungsgespräch clever beantworten

7. Oktober 2015

gute Vorbereitung der Fragen beim Bewerbungsgespräch ist wichtig

Zum Haare raufen: eine gute Vorbereitung auf Fragen beim Bewerbungsgespräch hätte dem Bewerber vielleicht geholfen.

Die passende Vorbereitung für ein Bewerbungsgespräch benötigt vor allem Zeit und die sollte der Bewerber sich auch nehmen. Auf keinen Fall am letzten Abend zuvor anfangen! Besser ist es, die Vorbereitung auf mehrere Tage hin zu verteilen und den notwendigen Stoff immer wieder durchzugehen. Das schafft Sicherheit und verhindert Stress.

Vorbereitung für Vorstellungsgespräch – Wie am besten vorgehen?

Zu den wichtigsten Dingen, gehört es, sich noch einmal über die Firma zu informieren. Denn Fragen über den künftigen Arbeitgeber kommen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Meistens geht es um allgemeine Dinge wie den Tätigkeitsbereich, den Hauptsitz, den gegenwärtigen Geschäftsführer und einige Details aus der Geschichte. Jeder, der einen Internetzugang besitzt, kann dies in wenigen Minuten herausfinden.
Aber bei einem Bewerbungsgespräch geht es nicht nur um Wissen. Der Teilnehmer muss sich verkaufen können. Dazu gehört auch, dass er reden und sich präsentieren muss. Zur Vorbereitung für ein Vorstellungsgespräch ist es daher eine gute Übung, sich vor einem Spiegel zu setzen und über sich zu reden. Auch auf die wahrscheinlichsten Fragen beim Bewerbungsgespräch lässt es sich so gut vorbereiten. Der Teilnehmer kann seine Körpersprache überprüfen und wird beim Sprechen sicherer.

Das eigentliche Gespräch und die gefürchteten Fragen

Dann ist es soweit und der Bewerber sitzt vor einem, meist mehrköpfigen, Team und wird mit Fragen beworfen. Zunächst einmal heißt es: Ruhe bewahren! Hätte die Firma kein gutes Bild von dem Bewerber, hätten sie ihn gar nicht eingeladen.

Die folgenden Fragen beim Bewerbungsgespräch kommen so oder ähnlich sehr häufig vor. Daher kann man sich gut auf sie vorbereiten:

Frage: Warum sollten wir uns für Sie entscheiden? Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Wer schon einmal das Reden geübt hat, dem fällt es jetzt leicht, ohne zu zögern seine eigenen Stärken aufzuzählen. Nicht übertreiben, aber auch nicht kleinmachen. Wer etwas geleistet hat, das für die Firma wichtig ist, der sollte es auch sagen. Dabei sollte der Kandidat Fähigkeiten nennen, die einen Bezug zur ausgeschriebenen Position haben und diese auch mit Erfolgen untermauern können. Das ist schon die halbe Miete!

Frage: Was sind Ihre größten Schwächen?
Jetzt wird es schwierig. Die meisten Menschen geben ihre Schwächen zu offen zu. Statt eine komplette Beichte abzulegen, ist es besser, sich nur einige Schwächen herauszusuchen, die bei der Arbeit keine große Rolle spielen. Sofern tatsächlich geforderte Fachkenntnisse fehlen, darf der Bewerber gerne betonen, dass er willens ist, sich diese anzueignen.

Frage: Was wissen Sie über unsere Firma?
Wer zuvor einen Blick auf die Webseite der Firma gewagt hat, der ist jetzt fein raus. Wer fürchtet, etwas zu vergessen, kann sich kleine Notizen zum Bewerbungsgespräch mitnehmen. Lücken lassen sich am besten damit füllen, dass man damit weitermacht, was man weiß. Niemand verlangt von den Bewerbern, dass sie die komplette Firmenhistorie auswendig kennen.

Frage: Wie kommen Sie mit Kritik zurecht?
Auf gar keinen Fall sollte der Bewerber antworten, dass ihm diese nichts ausmacht. Denn so jemand würde auch nicht auf kreative Kritik reagieren. Eine gute Antwort ist es zu sagen, dass konstruktive Kritik gerne angenommen wird, da man sich dadurch verbessern kann. Unangebrachte Kritik würde man freundliche aber bestimmt erwidern.

Frage: Woher kommen diese Lücken im Lebenslauf?
Vor dieser Frage fürchten sich viele. Immerhin weisen Lücken im Lebenslauf oft auf Arbeitslosigkeit hin. Dies lässt sich aber geschickt kaschieren, wenn der Bewerber sagt, dass er diese freie Zeit zur Weiterbildung genutzt hat. Beispielsweise durch Online-Seminare oder Computerlehrgänge. Auch ein Jahr im Ausland kann sinnvoll sein, um Sprachkenntnisse zu vertiefen. Auf keinen Fall darf gelogen werden. Aber es gilt auch nicht als verkehrt, die Wahrheit ein bisschen bunt auszuschmücken.

Frage: Was gefällt Ihnen an Ihrem bisherigen Job nicht?
Achtung Fangfrage: Wer sich hier als Plaudertasche zeigt, hat schon verloren! Besser ist es, sich bei Fragen zu bisherigen Arbeitgebern etwas einsilbiger zu zeigen und anzudeuten, dass man dort, wo es angebracht ist, Kritik intern vorbringt. Kein Arbeitgeber möchte, dass interne Angelegenheiten anderswo weiterverbreitet werden. Dementsprechend wird ein Bewerber, der offenherzig erzählt, dass das Betriebsklima bei Firma XY eher bescheiden ist, nicht in die engere Auswahl kommen.

Fazit:
Unter Strich geht es den Firmen darum, zu sehen, wie der Bewerber mit stressigen Situationen umgeht. Wer sich auf solche Fragen vorbereitet und souveräne Antworten präsentiert, hat gute Chancen im Kandidatenrennen. Am Ende hat der Kandidat in der Regel die Chance, selbst Fragen zu stellen und hat damit Gelegenheit sein Interesse an der Position zu dokumentieren.


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