Rente mit 67 oder später – wie arbeiten im Alter?

26. August 2015

Rente mit 67: Wie sich das Arbeiten im Alter gestaltet

Rente mit 67? Das ist die Situation

Die Leute werden immer älter, was ja eigentlich etwas durchaus Positives ist, kann in unserer Sozialgesellschaft zu einem großen Problem werden. Immer mehr ältere Menschen und immer weniger Kinder, das stellt die gesetzliche Rentenversicherung zunehmend vor große Herausforderungen. Um auf den demografischen Wandel zu reagieren, haben Bundestag und Bundesrat deshalb im März 2007 das „Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV­Altersgrenzenanpassungsgesetz)“ beschlossen. Auswirkungen dieser Gesetzgebung sind, dass ab 2029 der Rentenanspruch erst mit 67 Jahren gilt. Das Heraufsetzen des Rentenalters erfolgt in Schritten, wer früher in Rente gehen möchte, muss Abschläge in Kauf nehmen, die auch über den 67. Geburtstag hinaus bestehen.“ (Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV­Altersgrenzenanpassungsgesetz)“ beschlossen. Auswirkungen dieser Gesetzgebung sind, dass ab 2029 der Rentenanspruch erst mit 67 Jahren gilt. Das Heraufsetzen des Rentenalters erfolgt in Schritten, wer früher in Rente gehen möchte, muss Abschläge in Kauf nehmen, die auch über den 67. Geburtstag hinaus bestehen.

Wer zum Beispiel zwei Jahre länger arbeitet, als er müsste, hat dadurch bereits einen Anspruch von 17 Prozent mehr Rente. Das Plus setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: aus dem Zuschlag von zwölf Prozent und aus einer Erhöhung von rund fünf Prozent, weil man in den zwei Jahren neue Rentenbeiträge gezahlt hat, durch die sich die Ansprüche erhöhen.

Zusätzlich zur Rente mit 67 wurde zum 1. Juli 2014 die Rente mit 63 eingeführt, allerdings nur für kurze Zeit. Wer vor 1953 geboren ist und 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann schon früher, mit 63, in Rente gehen.

Diese Neuerung im Rentenrecht stellt viele Betriebe auf Probleme: plötzlich fallen viele Fachkräfte weg, mit deren Austreten erst in 5 Jahren gerechnet wurde. Das Resultat ist ein Fachkräftemangel, den die Unternehmen ausgleichen wollen, indem die älteren angestellten durch flexible Arbeitszeiten, Lohnerhöhungen oder Prämien zum Bleiben gebracht werden.

Arbeiten im Alter? Ältere Arbeitnehmer dürfen nicht diskriminiert werden

So viel zur Theorie, aber was heißt eine Hochsetzung des Rentenalters für die Angestellten in der Praxis? Rund 20 Millionen Arbeitnehmer werden in den nächsten 15 Jahren das Rentenalter erreichen, das heißt das das Arbeitsleben auf immer älterwerdende Arbeitnehmer reagieren. Um eine Chancengleichheit im Arbeitsleben für ältere Arbeitnehmer zu sichern und Benachteiligungen zu verhindern, hat die Bundesregierung mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in Deutschland ein klares Benachteiligungsverbot gesetzt.

Sämtliche Stationen des Arbeitsverhältnisses sind durch das Gesetz erfasst. Stellenanzeigen und die Auswahl unter mehreren Bewerbern müssen zum Beispiel frei von Benachteiligungen sein. Das Gleiche gilt bei einer Beförderung, der Berufsberatung, Weiterbildung, sowie beim Zugang zu Umschulungen und der praktischen Berufserfahrung. Auch Benachteiligungen im Umgang von Arbeitskolleginnen und –kollegen untereinander sind natürlich unzulässig. Eine unterschiedliche Behandlung wegen des Alters ist zulässig, wenn sie objektiv und angemessen und durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt ist.

Ältere Arbeitnehmer im Büro

Nun stellen sich die Fragen: Auf was sollten ältere Arbeitnehmer im Beruf achten? Wie kann das Arbeiten im Büro auch für ältere Semester angenehm gestaltet werden?

Für ältere Arbeitnehmer stellen sich ähnliche Probleme im Büroalltag, wie für die restlichen Angestellten auch, doch sind sie im Alter oft noch schwerwiegender: Einseitige Körperhaltung bei der Arbeit am PC, Bewegungsmangel, Rückenschmerzen und psychosoziale Risikofaktoren wie Termin- und Leistungsdruck gehören zu den häufigsten Problemen im Arbeitsalltag.

Für ältere Arbeitnehmer ist es deswegen noch wichtiger ausgleichende Tätigkeiten auszuüben: Während der Arbeit sollten Bewegungspausen eingelegt werden, in der Freizeit sollte moderater Sport auf der Agenda stehen. Bei der Arbeitsplatzgestaltung sollte auf Ergonomie geachtet werden. Das heißt, dass ein wirbelsäulenschonender Schreibtisch ein Muss ist (so wie unser Sitwell Fire 1 Bürostuhl beispielsweise). Auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist vor allem bei älteren Arbeitnehmern quasi Pflicht. Dieser lässt sich individuell einstellen und auch das Arbeiten im Stehen ist damit möglich. Erfahren Sie mehr über die Bedeutung von höhenverstellbaren Schreibtischen für die Rückengesundheit.


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